Dienstag, 31. Januar 2012

Überstimulation

So jetzt ist es doch soweit. Meine Frau hat eine Überstimmulation bekommen. Die ganze Nacht ging es ihr nicht  gut. Sie hatte irgendwie das Gefühl das sie wenig Luft bekommt und sie fühlte sich einfach nicht gut. Nach einer Nacht mit sehr wenig Schlaf habe ich meine Frau in die Kiwu gebracht. Dort stellte sich dann heraus das meine Frau doch einiges an Wasser im Bauchraum hat. Das hieß jetzt für meine Frau noch mehr trinken und wieder Spritzen. Sie musste jetzt Heparin spritzen. Ich hatte ja jetzt schon geübt mit dem Puregon so das dies kein Problem ist. Ich machte mir aber auch sorgen das die Überstimulation noch schlimmer wird und meine Frau noch ins Krankenhaus muss. Meine Frau hatte auch ein wenig angst davor. Auf der anderen Seite stieg auch ein wenig unsere Hoffnung das es geklappt hatte. Man liest ja so oft das eine späte Überstimulation, wie meine Frau sie hatte, ja ein sehr gutes Zeichen ist. Dies hat die Ärztin auch zu uns gesagt. Sie versuchte auch unsere Ängste die wir hatten ein wenig zu erklären. Ich versuchte meine Frau so gut es geht zu Umsorgen, damit sie sich gut erholen kann. Ich habe zum Glück die Möglichkeit ab und an von Zu hause aus zu arbeiten. Dies erleichtert es mir gerade doch sehr. Ich wollte meine Frau in dem Zustand nicht allaine lassen. Jetzt hoffen wir mal das es so bleibt und nicht schlimmer wird.

Montag, 30. Januar 2012

4. Tag nach Transfer

So langsam fängt der Bauch meiner Frau an zu ziehen. Wir hoffen mal ganz stark dass das ein gutes Zeichen ist, dass sich die Eizelle einnistet. Auf der Anderen Seite hoffen wir aber auch ganz stark, dass es keine Überstimulation ist. Wobei eine Überstimulation ja auch ein gutes Zeichen sein soll. Wenigstens konnte ich meine Frau überzeugen das es jetzt ganz wichtig ist, das sie ganz viel trinkt, damit sie auch genügend Flüssigkeit hat und die Überstimulation somit eingedämmt werden kann. Ich mach mir gerade sehr große Sorgen. Nistet sich die Eizelle ein? Entwickelt sie sich gut weiter? Ist das ziehen im Bauch ein gutes Zeichen oder eher ein Schlechtes?  Immer diese Ungewissheit. Wie schafft das bloß meine Frau damit umzugehen. Ich merke wie sie sehr oft traurig ist. Aber es ist halt sehr schwer nicht immer daran zu denken Im Moment sagt mir mein Gefühl das es nicht geklappt hat. Ich hoffe jetzt ganz stark,  dass mich mein Gefühl täuscht. Bis wir aber Gewissheit haben müssen wir noch ein paar Tage warten.

Sonntag, 29. Januar 2012

1. bis 3 Tag nach Transfer

So drei Tage sind jetzt seit Transfer vergangen. Wir haben jetzt noch eine Einnistungsspritze Decapepthyl gespritzt. Es hat sich bisher auch nichts getan. Bisher hat meine Frau auch noch keine Überstimulation. Darüber bin ich sehr erleichtert. Auf der anderen Seite wäre eine Überstimulation ja auch ein gutes Zeichen. Etwas hin und hergerissen von der Frage habe ich entschieden das es besser ist keine zu haben. Ich versuchte meine Frau so gut es geht zu verwöhnen, damit sie sich so viel wie möglich erholen und ausruhen kann. Irgendwie ist es schon ein komisches Gefühl, würden wir auf normalen Wege schwanger werden so würden wir jetzt noch gar nicht wissen ob es geklappt hätte. Wir würden uns daher auch keine Gedanken machen, was gut und was weniger gut ist, aber so ist das beim Weg der Künstlichen Befruchtung. Ich glaube für meine Frau ist die Zeit im Moment sehr hart. Sie ist zu Hause und hat keine Ablenkung, ich habe wenigstens den Vorteil das ich normal arbeiten gehe und wenigstens Untertags eine Ablenkung erfahre und nicht immer daran denke. Das Warten und die Ungewissheit ob es klappt finde ich am schlimmsten. Und das müssen wir die nächsten Tage noch erleiden.

Samstag, 28. Januar 2012

Transfer

Jetzt war es endlich soweit. Wir hatten unseren Termin zum Transfer. Wir waren gespannt wie sich die befruchteten Eizellen weiterentwickelt hatten. Ein wenig Angst hatten wir schon. Es hätte ja noch so viel passieren können. Welche Qualität haben die befruchteten Eizellen? Haben sie sich weiterentwickelt? Leicht nervös betraten wir die Kiwu. Wir waren dann auch gleich an der Reihe. Die Ärztin begrüßte uns und erklärte uns was bisher mit den Eizellen los war. Leider haben sich nur zwei weiterentwickelt. Dies war erstmal ein kleiner Schock. Irgendwie hofft man ja doch immer, dass es mehr sind. Wir waren aber froh das wir wenigstens zwei haben die sich bisher gut weiterentwickelt haben. Mir wurde gerade klar das ein Baby zu bekommen schon eine sehr große Leistung der Natur ist.

Die Ärztin zeigte uns die Eizellen noch auf einem Bildschirm, bevor meine Frau die Eizellen zurückübertragen bekam. Dies war für mich ein sehr beeindruckender Moment. Ich glaube für meine Frau auch. Es ist schon sehr beeindruckend, für einen Laien, wie die Eizellen und damit ein späterer Mensch in dem Stadium aussehen. Ich war doch sehr ergriffen. Die Ärztin erklärte uns auch ganz genau was zu sehen ist und was noch weiter passieren wird. Ich hielt nur die Hand meiner Frau und konnte in dem Moment nicht viel sagen. Jetzt wurde zwei Eizellen zurück übertragen. Wir bekamen auch das erste Ultraschallbild von unseren Eizellen. Für mich war zwar nicht wirklich was zu erkennen, aber gut. Jetzt hofften wir nur das sich alles weiter gut entwickelt und die Eizellen sich auch wohl bei meiner Frau fühlten. Die Ärztin wünschte uns ganz viel Glück und verließ uns dann. Meine Frau sollte sich dann noch liegend etwas ausruhen. Als wir jetzt allein waren wurde mir erstmal klar das wir jetzt ein klein wenig schwanger sind. Irgendwie noch nicht richtig aber doch irgendwie auch. Ich war doch etwas ergriffen von der Situation. Ich hielt die Hand meiner Frau ganz arg und wünschte mir ganz arg das alles gut ausgeht. Aber da müssen wir wohl noch zwei Wochen Warten bis wir das genau wissen. Wir wurden jetzt noch von der Arzthelferin aufgeklärt was wir in den nächsten Tage tun sollen beziehungsweise vorauf wir aufpassen sollen.

Freitag, 27. Januar 2012

Zwischen Punktion und Transfer

Meine Frau hat die Punktion gut überstanden. Der Bauch zwickt zwar noch ein bisschen, aber sonst geht es ihr gut. Die Gedanken kreisen halt immer noch darüber ob alles gut aus geht. Aber um das zu wissen müssen wir wohl noch ein paar Tage warten.

Der Biologe hat auch angerufen und uns mitgeteilt das sich 6 Stück befruchten haben lassen. Und wir am nächsten Tag um 11 zum Transfer kommen sollen. Wir sind darüber erstmal sehr erleichtert. Von den 6 befruchteten Eizellen haben wir dann auch gleich mal 2 eingefrieren lassen. So haben wir wenigstens schon zwei für einen weiteren Versuch. Ich fand das sehr gut dann ist die finanzielle Belastung doch etwas niedriger. Jetzt warteten wir auf den Transfer Tag damit wir zwei Eizellen zurückübertragen bekommen.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Punktion

Jetzt stand sie an unsere erste Punktion. Etwas nervös waren wir schon wir wussten ja nicht so genau was auf uns zukommt. Wir standen also kurz vor sieben in der Kiwu. Wir wurden wie immer freundlichen Empfangen. Da wir die ersten waren ging es bei der Anmeldung ziemlich fix. von der Arzthelferin wurde uns dann ausführlich der Ablauf erklärt und dann ging es auch schon zum Narkosegespräch. Meine Frau war sichtlich nervös vor der Narkose. Ich versuchte sie so gut es ging aufzubauen und aufzumuntern. Die Narkoseärztin war zum Glück sehr freundlich und meine Frau fühlte sich sehr sehr gut aufgehoben bei Ihr. Dadurch war ich doch sichtlich erleichtert. Nachdem Gespräche wurde meine Frau von der Arzthelferin in den OP abgeholt. Ich konnte dann mein Sperma für die IVF Spenden gehen. Dies hatte ich dann auch relativ schnell abgegeben. Jetzt noch schnell Blut abgeben für den HIV und Hepatitistest. Anschließen musste ich im Wartezimmer auf meine Frau warten. Die Warterei kam mir vor wie eine gefühlte Ewigkeit. Dabei sind mir viele Gedanken durch den Kopf gegeistert. Hat meine Frau den kleinen Eingriff gut überstanden? Wobei ich mir da relativ schnell sicher war das da nichts passiert sein kann, da die kiwu mich bestimmt schon informiert hätte. Wie viel Eizellen sind reif und können Punktiert werden? Ist mein Sperma gut genug? Lassen sich die Eizellen auch befruchten? Wie wird es meiner Frau nach der Punktion gehen. Ich versuchte ein Buch zu lesen um mich abzulenken. Dies gelang mir aber nicht wirklich ist halt doch alles neu und aufregend beim ersten mal. Ich schaute dann immer im Wartezimmer herum. Es kamen dann immer wieder Männer die auch im Wartezimmer Platz nahmen. Diese wirken auf mich auch irgendwie unischer. Aber wenn wundert es. Man ist als Mann doch irgendwie  hilflos. Meine Frau kam dann jetzt auch ins Wartezimmer. Ich war erleichtert. Meine erste Frage war wie es ihr geht. Die zweite Fragewar dann wie viele Eizellen sie entnehmen konnte. Sie erzählte mir das es 9 waren. Ich war erstmal froh das es doch so viele waren. Jetzt hofften wir das sich auch alle befruchten lassen und schön weiterentwickeln. Nach kurzem Warten und der Kontrolle des Blutdruckes meiner Frau dürften wir dann nach Hause gehen. Am nächsten Tag sollte uns noch ein Biologe anrufen und uns den Termin für den Transfer mitzuteilen. Dabei sollten wir auch erfahren wie viele Eizellen sich befruchten haben lassen.

Mittwoch, 25. Januar 2012

10/11 Zyklustag

Wir waren zum zweiten Ultraschall in der Kiwu. Alles hat sich gut weiterentwickelt. Die Eibläßchen sind auch groß genug um auslößen zu können. Also haben wir mit der Ärztin alles abgesprochen wann wir auslösen sollen und bis wann wir wieder in der Kiwu sein sollen. Wir sollten um 20 Uhr Abends auslösen. Auslösen sollten wir mit einer ganzen Ovitrelle und dann am übernächsten Tag um 7 morgens da sein.

Ich war sichtlich erleichtert das alles sich gut weiterentwickelt hat. Ich baute meine Frau noch auf das sie es jetzt dann bald überstanden hat mit dem spitzen. Auf der einen Seite war sie erleichtert auf der anderen Seite war sie etwas nervös vor dem was noch kommt. Ich verstand das, da ich ja wusste das sie Narkosen nicht so gerne mag. Ich versuchte meiner Frau die Ängste bezüglich der Narkose zu nehmen und sie aufzumuntern.

Ich hab auch gelesen das Sex vor der Punktion und Transfer die Chancen auf eine Einnistung erhöhen sollen. Also dachten wir dann versuchen wir das doch. Aber irgendwie fand das meine Frau nicht so toll. Bei den ganzen Tipps haben die aber nie gesagt das es für die Frau unangenehm sein kann. Irgendwie war durch die Stimmulation etwas Platzmangel im Unterleib. Wir haben es dann lieber gelassen. Ich wollte ja meiner Frau nicht weh tun. Also muss es auch ohne Sex klappen.

Dienstag, 24. Januar 2012

9 Zyklustag

Jetzt ist er da, der neunte Zyklustag. Wir hatten in der Kiwu den Termin zum ersten Ultraschall. Mit etwas flauem Magen machten wir uns auf den Weg in die Kiwu. Was wird uns erwarten? Hat sich alles so entwickelt wie wir uns das erhofft hatten. Meine Frau verspürhte auch ein wenig ziehen im Unterleib. Ist das gut? Ist das schlecht? Sehr viele Gedanken gingen mir durch den Kopf. Was mach ich wenn es nicht so gut läuft wie erhofft. Wie kann ich meine Frau dann wieder aufbauen? Die kurze Wartezeit kam mir wie eine halbe Ewigkeit vor. Dann endlich waren wir an der Reihe. Die Ärztin begrüßte uns freundlich und meinte dann wollen wir mal schauen. Gesagt getan. Sie stellte fest das es links 6 Eibläßchen zwischen 10 und 15 Millimeter und rechte 8 Eibläßchen derselben Größe waren. Ich frage mich zwar wie sie irgendwas erkennen konnte aber gut sie hat das ja schließlich gelernt und macht das auch täglich. Ich konnte nur schwarz mit vereinzelten weißen Strichen erkennen. Sie erklärte uns das es sehr gut aussieht und die Eibläßchen sich gut entwickeln und wir mit den 125 Einheiten Puregon weitermachen sollen und wir uns dann in zwei Tagen wieder zum Ultraschall sehen. Wir erkundigten uns noch ob das ziehen im Bauch schlimm ist. Die Ärztin meinte dann das es nicht schlimm ist. Die Ursache hierfür sei einfach nur ein wenig Platzmangel. Meine Frau und ich waren erstmals sehr erleichtert das es bis jetzt so gut lief und auch die Eibläßchen gut aussahen. Wir waren aber auch ein wenig traurig das wir noch weiterspritzen müssen. Das hat die Ärztin wohl gemerkt und hat uns noch erklärt das es ganz oft vorkommt das man länger als 9 Tage spritzen muss. Ich war echt froh das es bis jetzt so komplikationslos lief. Jetzt sollte die nächsten Zwei Tage die Eibläßchen noch schön weiterwachsen und gedeihen damit wir bald die Punktion durchführen können. Ich hoffe echt das da nicht noch was dazwischen kommt. Aber ich kann halt auch so wenig dazu beitragen das es gut ausgeht. Das ist echt bescheuert.

Montag, 23. Januar 2012

Zyklustag 2 bis 8

Das spritzen klappt mittlerweile schon ganz gut. Ich mache meiner Frau nicht mehr mit jedem spritzen einen neuen Blauenfleck. Ich glaub darüber ist sie sehr froh. Schaut ja auch ein wenig doof aus wenn der ganze Bauch Blau ist. Es wird sonst auch mit der Zeit schwierig noch stellen am Bauch zu finden die nicht blau sind. Aber ich hab es ja jetzt halbwegs im Griff. Seit dem sechsten Zyklustag spritzen wir auch noch das Orgalutran, damit wird der vorzeitige Eisprung unterdrückt.
Bisher verträgt meine Frau die Medikamente ganz gut. Zum Glück hat sie kaum Nebenwirkungen. Nur ab und an hat sie ein paar Stimmungsschwankungen. Die lassen sich aber zum Glück sehr gut aushalten. Und lieber hat sie ein paar Stimmungsschwankungen als das sie die Medis nicht verträgt oder eine der anderen heftigen Nebenwirkungen.

So langsam steigt auch die Spannung. Wie haben sich die Eibläßchen entwickelt? Haben sie sich überhaupt entwickelt. Wie viele sind es? Sehr viele Fragezeichen für die wir auf eine Antwort warten. Aber morgen ist ja der erste Ultraschall dann bekommen wir hoffentlich einige Antworten. Zur Entspannung und zum Abschalten waren wir heute ein bißchen Wellness machen gegeangen.. Sind in die Therme gefahren. Dort wollten wir einfach ein wenig abschalten und mal auf andere Gedanken kommen. Da wir uns doch sehr oft im Moment mit den Fragen beschäftigen, dies ist uns auch ganz gut gelungen.

Sonntag, 22. Januar 2012

Erster Zyklustag

Jetzt war es soweit meine Frau hatte den ersten Zyklustag. Damit begann unser erster IVF Zyklus. Da ich als Mann bei einem IVF Versuch eher wenig zum gelingen Beitragen kann(Außer ein bisschen Sperma abgeben) habe ich meine Frau gefragt ob ich sie spritzen soll. Ich wollte auch an der Vorbereitung beteiligt sein und nicht nur zusehen müssen. Also machte ich mich mit dem PuregonPen vertraut. Ich wollte ja nicht das teure Medikament vergeuden. Ich wollte auch nicht zu viel oder zu wenig spritzen. Also hab ich erstmal ein paar mal trocken geübt. Ich machte mir auch einige Gedanken dazu wie ich am besten spritzte um meiner Frau nicht weh zu tun, da der PuregonPen ja nicht wirklich wie eine Spritze aussieht. Auch fragte ich mich ob die Nadel dünn genüg ist damit es einfach ist zu spritzen. Anschließend hab ich dann die Patrone eingelegt und es konnte an das richtige spritzen gehen. Meine Frau ermahnte mich noch ich soll ihr keine blauen Flecken machen. Also hab ich an dem Pen die Einheiten aufgezogen Nadel aufgesteckt und dann hab ich meine Frau gespritzt. Alles ging problemlos. Der Pen ist wirklich sehr einfach anzuwenden. Klar ist es ein wenig komisch zu spritzen aber durch die einfache Handhabung des PuregonPens ist es relativ einfach.  Meine Frau war auch froh das ich ihr beim spritzen nicht Weh getan habe. Das einzige Manko war das ich wohl doch ein Blutgefäß getroffen haben musste. Denn als ich den Pen wieder herausgezogen habe, blutete es doch ein bisschen. Das war der erste blaue Fleck vom spritzen. Jetzt hofften wir das meine Frau die Medikamente noch gut Verträgt und keine Nebenwirkungen eintretten.

Jetzt beginnt das große Hoffen und Bangen ob die Medikamente gut anschlagen damit auch genügend und genügen große Eibläßchen heranwachsen.

Samstag, 21. Januar 2012

Zweitgespräch in der Kiwu

Es war dann endlich soweit und wir hatten unser Zweitgespräch in der Kiwu. Uns wurde ausgiebig die Ergebnisse der Blutuntersuchungen erläutert. Da nicht wirklich was gefunden wurde stand auch aus Sicht der Kiwu nichts im Wege für unseren ersten IVF Versuch. Wir haben mit unserer Ärztin noch den Behandlungsplan durchgesprochen. Wir werden den Versuch mit Puregon stimulieren. So wie man es uns erklärt hat war das auch in der Anwendung sehr einfach.

Bevor wir aber jetzt wirklich anfangen konnten mussten wir aber noch ein paar rechtliche Vorgaben erfüllen. Da wir für unseren ersten Versuch noch Selbstzahler waren und noch nicht verheiratet mussten wir noch eine Vaterschaftsanerkennung besorgen. Da hat uns die Kiwu mit ein paar Adressen unterstützt. Diese Anmerkennung kann nur durch einen Notar erfolgen. also haben wir den Termin beim Notar ausgemacht und mitgeteilt um was es geht. Der Notar hat dann auch alles vorbereitet und ohne Probleme alles erledigt. Irgendwie war das schon komisch, aber es war ja der Wunsch von uns beiden.

Mit der Vaterschaftsanerkennung sind wir dann wieder in die Kiwu und haben die Rezepte und den Behandlungsplan bekommen. Wir haben dann die Medikamente in unserer Apotheke besorgt.

Jetzt mussten wir nur noch auf den ersten Zyklustag meiner Frau warten.

Freitag, 20. Januar 2012

Besuch beim Urologen

So jetzt stand er an der Termin beim Urologen. Im Wartezimmer des Urologen warte ich bis ich an der Reihe war. Im Wartezimmer waren außer mir nur noch ältere Männer. Ich würde behaupten alle über 60.  Ich dachte mir nur warum die da sind kann ich mir ja ungefährvorstellen, aber warum ich da bin ist nicht nachdem es aussieht. Mir gingen sämtliche Klischee die man mit dem Urologen verbindet durch den Kopf. Irgendwie hatte ich auch ein ungutes Gefühl in der Magengegend. Hoffentlich ist das Ergebnis des Spermiogramms nicht so schlecht, das einem weiteren Verlauf der Behandlung nichts im Wege steht. Falls doch was ist, wie erkläre ich das meiner Frau. Irgendwie fühlte ich mich in dem Moment etwas hilflos und ohnmächtig. Es fühlte sich auch wie eine Ewigkeit an bis ich endlich an der Reihe war. Als es dann endlich soweit war war ich doch sehr nervös. Mit leicht zittrigen Knien ging ich in das Behandlungszimmer. Der Arzt erklärte mir das Ergebnis des Spermiogramms. Das meiste davon habe ich nicht mehr mitbekommen denn er meinte das eigentlich alles in Ordnung gewesen ist. Darüber war ich erstmal seht erleichtert. Er erklärte mir zwar noch das es mir nicht schaden würde wenn ich ein wenig auf mein Gewicht achten würde aber um ganz ehrlich zu sein war mir das egal. Deutlich erleichtert habe ich die Praxis dann verlassen und habe dann gleich meine Frau, die draußen gewartet hat, in den Arm geschlossen. Auch sie war erleichtert das nichts gefunden wurde. Jetzt mussten wir noch das Zweitgespräch in der Kiwu abwarten und dann können wir mit unserem ersten IVF Versuch starten.

Donnerstag, 19. Januar 2012

Warten

So Zuhause vom ersten Gespräch in der Kiwu, wartet wir nur auf den folge Termin. Irgendwie quälte uns aber doch die Unsicherheit ob nicht doch was gefunden wurde das ein weitermachen zurückwerfen wenn nicht sogar ganz zunichte macht. Das zerrte schon manchmal an den Nerven. Meine Frau verbrachte ganz viel Zeit auf diversen Foren, dadurch bekam sie zwar sehr viele Infos aber auch sehr viele Schreckensnachrichten was alles geschehen kann. Irgendwie stimmt mich das nicht besonders froh, denn bei unserem Glück haben wir da auch noch was davon. Aber anmerkenlassen wollte ich das mir auch nicht. wollte meine Frau doch nicht noch mehr belasten. Statt dessen wollte ich meiner Frau eher helfen und sie ein wenig auf andere Gedanken bringen. Dies gelang mir in der Regel auch ganz gut, aber ihr glaubt nicht wie viele schwangere Frauen man dann auf einmal trifft. So verbrachten wir die nächsten Tage damit uns so viel wie möglich abzulenken und auf andere Gedanken zu kommen.

Mittwoch, 18. Januar 2012

Erster Termin in der Kiwu

Wir hatten uns dann doch entschieden in die Kiwu zu gehen und haben einen Termin ausgemacht. Also sind wir mit einem mulmigen Gefühl dort hin. Am Anfang war ein allgemeines Beratungsgespräch mit einer Untersuchung meiner Frau. Ich stand da etwas unbedarft dabei und hab auch nicht alles verstanden. Auch auf dem Ultraschall hab ich außer Schwarz Weiß Geflacker nichts gesehen. Keine Ahnung wie da irgendjemand was erkennen will. Aber vielleicht wird das ja bei weiteren Besuchen besser. :) Dann stand noch eine Runde Blutabnehmen für uns auf dem Plan. Ich kam mir ein wenig vor wie beim Blutspenden so viel Blut wurde uns abgenommen. Nur zum Essen bekamen wir nichts. Auch verstand die Arzthelferin unseren Witz nicht darüber.

Da bis jetzt hauptsächlich meine Frau untersucht wurde stand jetzt für mich noch die Spermaabgabe auf dem Programm. Die Arzthelferin gab mir den Becher und erklärte mir wo die Räume sind und was ich nach der Abgabe mit dem Becher machen soll. Mit einem komischen Gefühl machte ich mich auf den Weg ins Spenderzimmer. Ich schaute es mir nochmal genauer an. Es stand eine schwarze Coach drin und es hing ein erotisches aber respektvolles Bild einer nackten Frau an der Wand. Sonst gab es noch einen Papiertuchspender und ein kleiner Tisch auf dem ein paar Männerzeitschriften lagen. Irgendwie war mir dabei nicht ganz wohl. Hätte ich vielleicht doch meine Frau mitnehmen sollen? Was mach ich wenn die Testergebnisse nicht so gut sind? Irgendwie wusste ich auch nicht so richtig wie ich es machen sollte. Ich entschied mich dann doch, das alles jetzt durchzuziehen. Als alles erledigt war hab ich den Becher abgeben und bin wieder zu meiner Frau zurück. Auf dem Weg zurück kam mir dann ein anderer Mann entgegen. Mir ging sofort der Gedanke durch den Kopf: Ich weiß was du jetzt durchmachst. Ich hab es auch gerade hinter mir. Wortlos gingen wir an uns vorbei. Wir schauten uns auch nicht wirklich an. Zurück bei meiner Frau machten wir dann noch den nächsten Termin aus. Ich erfuhr dann auch, dass ich gleich noch einen Termin beim Urologen machen sollte. Der war zum Glück im gleichen Gebäude, also haben wir dann da auch noch einen Termin ausgemacht. So verliesen wir die Kinderwunschklinik mit der Erkenntnis: schlimm ist es eigentlich nicht aber eine gewisse Unsicherheit blieb doch. Was wird bei den Blutuntersuchungen rauskommen? Wie fällt mein Spermiogramm aus?

Dienstag, 17. Januar 2012

Nichtschwimmer

Nichtschwimmer von Felix Wegener
Für alle Männer die sich mit dem Kinderwunsch beschäftigen und mal ein witziges, aber auf der einen Seite auch sehr gut beschreibendes Buch lesen möchten.

http://www.amazon.de/Nichtschwimmer-Felix-Wegener/dp/3548283659/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1326823467&sr=1-1

Begriffswirrwar

Nachdem ich an dem Infoabend mit sehr vielen Begriffen bombardiert wurde mit denen ich zum Teil gar nichts anfangen konnte. Habe ich hier mal ein paar Begriffe mit kurzen Erklärungen zusammengefasst. Ich hoffe ihr könnt damit was anfangen. Die Erklärungen beruhen alle auf meiner Recherche und die Liste ist ganz bestimmt nicht vollständig


IUI: Intrauterine Insemination. Einbringen von Spermien in die Gebärmutter

IVF: In-vitro-Fertilisation. Zusammenbringen von aufbereitetem Sperma mit der Eizelle in einer Petrischale.

ICSI: Intercytoplasmatische Spermieninjektion. Einspritzen des Spermiumkopfes (ohne Mittelstück und Schwanz) in eine Eizelle mit einer dünnen Hohlnadel.

PCOS: Polyzystisches Ovar Syndrom. Eierstock mit vielen kleinen (nutzlosen) Zysten

Folli: Follikel, flüssigkeitsgefüllte Eibläschen, in denen sich (hoffentlich) Eizellen befinden

PU: Punktion von Follikeln zur Gewinnung von Eizellen

TF: Transfer von 1 bis 3 Embryonen

BT: Bluttest (meist 14 Tage nach TF)

Embryo: Ab Verschmelzung der Erbanlagen bis zur 13. SSW

Kryo: Kryokonservierung. Einfrieren von befruchteten Eizellen im Vorkernstadium (nur in Ausnahmen in späteren Stadien z.B. wenn eine Überstimu den TF verhindert)

Überstimu: Überstimulationssyndrom auch OHSS genannt. In diesem Fall produzieren die Eierstöcke sehr viele und zu große Eibläschen, die wiederum vermehrt Hormone ausschütten. Dies kann zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Flüssigkeitsansammlung mit Schmerzen im Bauchraum und Atemnot führen. Im Zweifelsfall lieber einmal zu viel in KiWu zur Kontrolle als zu warten und dann im KH zu landen!

Assisted Hatching: Einritzen der äußeren Hülle des Embryos z.B. durch einen Laser, um das Schlüpfen aus der Eihülle und die Einnistung des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut zu erleichtern.

GnRH: Gonadotropin-Releasing-Hormone. Hormon, das die Ausschüttung von LH und FSH bewirkt.

FSH: Follikel stimulierendes Hormon, welches das Wachstum und die Entwicklung der Eizellen fördert.

Progesteron: Gelbkörperhormon, bereitet die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung eines Embryos vor. Wird zum TF und nachher verordnet (z.B. Crinone)

LH: Luteinisierendes Hormon. Dieses Hormon löst den Eisprung aus.

HCG: Humanes Choriongonadotropin. Schwangerschaftshormon, das als Medikament zur Auslösung der Eizellenreifung und des Eiprungs eingesetzt wird. Außerdem wird es zur Unterstützung nach dem TF eingesetzt. ACHTUNG: Nach der letzten HCG-Spritze ist ein SST (Urin) bis zu 10 Tage falsch positiv! (z.B. Predalon, Ovitrelle, Pregnesin)

Ergänzungen zum Infoabend


Ich war sehr überrascht über den Spenderraum in der Kiwu. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir zu diesem Thema sehr viele Gedanken gemacht habe. Wie sieht der Raum aus? Was ist darin alles zu finden? Der Raum in dieser Klinik hatte ein Sofa und Bilder an der Wand. Es gab auch ein paar Zeitschriften für den Mann. Die Bilder an der Wand waren zwar erotisch aber doch sehr natürlich gehalten, so dass Mann, keinen komischen Eindruck erhielt.

Montag, 16. Januar 2012

Infoabend in der Kinderwunschklinik

Etwas nervös sind wir dann eines Freitagabends zu dem Informationsabend in der Kinderwunschklinik gefahren. Etwas flau wahr mir schon im Magen. Ich wusste nicht was mich erwartet. Was für Leute gehen zu einem Infoabend? Wie ist das Personal der Klinik.

Ich war sehr überrascht denn der Infoabend war sehr Informativ. Die Ärztin hat sehr viele und sehr hilfreiche Informationen über den Kinderwunsch vermittelt. Ich war wirklich sehr Überrascht und froh dass wir diesen Schritt getan haben. Es wurden auch nicht nur die medizinische Seite erklärt sondern auch von einer Heilprakterin die seelischen Einblicke, die mit der ganzen Kinderwunschbehandlung zusammenhängen.

Ich habe sehr viele Infos mitgenommen. Angefangen von den Arten der Probleme beim Kinderwunsch, wie Infertilität des Mannes bis hin zu PCO bei Frauen. Ich war auf der einen Seite froh so viele Informationen zu bekommen auf der anderen Seite war ich erschlagen von der Informationsflut. Viele Fachbegriffe waren mir auch einfach Fremd. In den Augen meiner Frau sah ich das auch bei Ihr, also hab ich mich entschlossen in den nächsten Tage erstmal wieder ein bisschen Recherche zu betreiben.

Ich war auch überrascht das die Räume der Klinik sehr ansprechend waren. So hatte ich es mir nicht vorgestellt. Auch das Personal machte auf mich einen sehr positiven Eindruck.

Kinderwunsch

 

bei der Suche in den ganzen Foren habe ich herausgefunden das es sehr viele Menschen gibt die dieses Thema betrifft. Ich habe auch festgestellt das es viele Paare gibt bei denen es aus den verschiedensten Gründen nicht klappt. Dies kann am Mann, an der Frau oder an beiden liegen. Die Frauenärztin von meiner Frau hat uns dann geraten wir sollen mal eine Kinderwunschklinik aufsuchen. Sie meinte die sind darauf spezialisiert und seien in so was die richtige Wahl, die können uns helfen.

In mir stieg bei diesem Gedanken irgendwie ein ungutes Gefühl auf. Was kommt auf uns zu? Was erwartet uns? Wie finden wir eine geeignete Praxis?

Ich habe noch nicht mal gewusst dass es die gibt. Also hab ich mich mal im Internet schlau gemacht. Und kaum zu glauben, aber wahr, Google zeigt über 125000 Treffer zu dem Suchbegriff Kinderwunschklinik an. Jetzt wusste ich also, dass es doch etliche in ganz Deutschland gibt.

Meine Frau war von der Aussage der Frauenärztin natürlich sehr niedergeschlagen. Ich konnte das sehr gut nachvollziehen, musste aber auch erstmal meine eigenen Gedanken dazu sortieren. Was heißt der Besuch in der Kinderwunschklinik? Was erwartet mich? Hätte ich in meinem Leben etwas anders machen können damit es nicht so weit gekommen wäre? Wie geht es weiter mit unserem Kinderwunsch?

Viele Fragen über Fragen und meiner Frau ging es genauso. Also haben wir uns entschieden wir besuchen mal einen Infoabend in einer Kinderwunschklinik in unserer Nähe.





Begrüßung

Hallo,

ich habe mich entschlossen einen Blog für Männer zu erstellen zum Thema Kinderwunsch. Aus Sicht der Frau findet man so viele Information, aber aus Männersicht? Da findet man doch viel weniger. Ich hoffe das sich einige finden mit denen ich mich auf diese Art und Weiße austauschen kann.

Bei uns hat es vor über einem Jahr angefangen. Meine Frau und ich haben uns entschlossen in die Familienplanung einzusteigen. Es hat dann auch relativ schnell geklappt. Leider war es eine Eileiterschwangerschaft. Bei der Bauchspiegelung kam dann noch heraus das beide Eileiter meiner Frau zu sind. Die Ärzte rieten uns, wenn wir Kinder bekommen möchten, das wir uns in eine Kinderwunschklinik begeben sollen. Wir waren natürlich erstmal geschockt und mussten diesen Schock verdauen. Ich muss ehrlich gestehen bis dahin habe ich mich mit der Materie noch gar nie beschäftigt und ich wusste nichts darüber. Ich denke so geht es dein meisten die in dieser Situation sind. Auf einmal hörte ich von Begriffen wie IUI, IVF oder ICSI. Irgendwie alles sehr beklemmend und man versteht am Anfang  mal nichts. Meine Frau hat sich in sehr vielen Foren einiges dazu durchgelesen. Auch ich habe mich dann durch das ein oder andere Forum gewildert um einiges dazu zu erfahren. Das war am Anfang hauptsächlich das Kinderwunsch.net Forum. Hier wurde ich sehr oft fündig, wenn ich mich zu einem bestimmten Thema informieren wollte. Leider waren die meisten Informationen immer nur aus der Sicht der Frau dargestellt. In diesen Foren halten sich auch sehr wenig Männer auf. Dies möchte ich mit diesem Blog ändern. Ich hoffe das sich viele Gleichgesinnte finden um sich auszutauschen.